Um ein Produkt aus Sellivo in deinen WooCommerce-Shop zu übertragen, hinterlegst du einmalig drei Angaben: die Store-URL (sie muss mit https:// beginnen), einen Consumer-Key und ein Consumer-Secret, die du in WooCommerce unter Einstellungen → Erweitert → REST-API mit der Berechtigung Lesen/Schreiben erzeugst. Danach überträgst du jedes importierte Produkt per Klick als Hintergrundauftrag — mit Bildern und, falls vorhanden, als variables Produkt samt Varianten. Ein erneuter Push aktualisiert das bestehende Produkt, statt ein zweites daneben anzulegen.
WooCommerce anbinden, ohne Installation und ohne Freigabe
WooCommerce ist der einfachste Kanal in Sellivo. Es gibt keinen Installationsprozess, keine App-Freigabe und keine Genehmigung, auf die du warten müsstest. Du hinterlegst einmal zwei Zugangsdaten, und danach lässt sich jedes Produkt per Klick übertragen.
Der Kanal ist bewusst als Zusatzkanal gebaut. Er ergänzt den Shopify-Push, deckt aber nicht jedes Detail davon ab. Welche Funktionen fehlen, steht weiter unten offen im Abschnitt zu den Grenzen — lies ihn vor dem ersten Push, damit du nicht auf einen Bestands-Sync wartest, den es für WooCommerce nicht gibt.
Schritt für Schritt verbinden: drei Angaben
Die Verbindung richtest du im Shopprofil unter „WooCommerce-Verbindung“ ein. Wenn du mit der eingebetteten Shopify-App arbeitest, findest du dieselbe Karte dort im Reiter Einstellungen.
Erstens die Store-URL: die Adresse deines WooCommerce-Shops, zum Beispiel https://mein-shop.de. Sie muss mit https:// beginnen. Eine http://-Adresse wird abgelehnt, und zwar aus einem konkreten Grund: Die Zugangsdaten gehen bei jeder Anfrage als Basic-Auth mit und wären über eine unverschlüsselte Verbindung im Klartext unterwegs.
Zweitens und drittens Consumer-Key (beginnt mit ck_) und Consumer-Secret (beginnt mit cs_). Beide erzeugst du in deinem Shop unter WooCommerce → Einstellungen → Erweitert → REST-API. Entscheidend ist dort die Berechtigung Lesen/Schreiben — mit reinem Lesezugriff kann Sellivo keine Produkte anlegen.
Beim Speichern prüft Sellivo zusätzlich, ob die Store-URL auf eine echte, öffentlich erreichbare Adresse zeigt; interne oder lokale Adressen werden abgewiesen. Die Zugangsdaten werden verschlüsselt abgelegt (AES-256-GCM) und nie an den Browser zurückgegeben. Nach dem Verbinden siehst du nur noch die Store-URL und einen Trennen-Knopf.
Kommt beim Verbinden eine Fehlermeldung, liegt es fast immer an einem dieser drei Punkte: http statt https, ein Tippfehler in der URL, oder ein Schlüssel mit reiner Leseberechtigung.
Ein Produkt übertragen und den Push nachvollziehen
Der Push läuft als Hintergrundauftrag. In der eingebetteten Shopify-App findest du nach dem Import den Knopf „Auch zu WooCommerce veröffentlichen“; aus der Web-App startest du den Push je Produkt.
Ist der Kanal nicht verbunden oder die Konfiguration unvollständig, wird gar nichts gesendet. Sellivo legt stattdessen einen Protokolleintrag mit dem Status „blocked“ an und nennt den Grund. Es gibt also keinen halben Push, nach dem du im Shop nachsehen musst, was tatsächlich angekommen ist.
Jeder Versuch — erfolgreich oder nicht — landet in der Push-Historie des Produkts, zusammen mit der Anzahl übertragener Bilder und Varianten und dem Vermerk, ob es ein Neuanlegen oder ein Aktualisieren war. Diese Historie ist die verlässlichste Stelle, um einen Fehlschlag einzuordnen.
Was in deinem WooCommerce-Shop ankommt
Sellivo baut aus deinem Produkt zuerst ein kanalneutrales Modell und bildet es dann auf die WooCommerce-REST-API ab. Übertragen werden Titel, Beschreibung als HTML, die SEO-Beschreibung als Kurzbeschreibung, Preis und SKU sowie die Bilder und die Variantenoptionen. Die genaue Zuordnung findest du in der Tabelle weiter unten.
Das Produkt wird immer mit dem Status „veröffentlicht“ angelegt — einen Entwurfsmodus gibt es für WooCommerce derzeit nicht. Wenn du ein Produkt vor dem Livegang prüfen willst, tu das in Sellivo, bevor du den Push startest.
Bei den Bildern gibt es eine Besonderheit, die man kennen sollte: WooCommerce lädt Bilder selbst per URL herunter. Deshalb überträgt Sellivo ausschließlich öffentlich erreichbare Adressen. KI-Bilder, die intern als Datenobjekt vorliegen, werden dafür über eine öffentliche Sellivo-Adresse der Form https://www.sellivo.app/api/media/<id> bereitgestellt, damit dein Shop sie abholen kann. Mitgeschickt werden Originalbilder und freigegebene KI-Bilder; unbestätigte KI-Entwürfe bleiben außen vor.
Variable Produkte kommen mit ihren Varianten an
An dieser Stelle unterscheidet sich WooCommerce technisch von Shopify, und Sellivo nimmt dir die Arbeit ab. Zuerst bestimmt das System die echten Variantenachsen: Das sind nur die Optionen, die tatsächlich mehr als einen Wert haben. Hat dein Produkt drei Farben, aber alle in Größe M, ist „Farbe“ eine Achse und „Größe“ nicht. Das ist gewollt, denn sonst würde eine Variante an einem Merkmal festgemacht, das für alle gleich ist.
Gibt es mindestens eine Achse, legt Sellivo das Produkt als variables Produkt an und trägt die Achsen als sichtbare Variationsattribute ein. Der Preis wandert dann an die Varianten statt ans Elternprodukt — so erwartet es WooCommerce. Anschließend werden die einzelnen Varianten in einem zweiten Schritt nachgezogen, jede mit ihrem Preis und ihrer SKU. Das braucht separate Aufrufe, weil die WooCommerce-REST-API Produkt und Varianten nicht in einem Rutsch anlegen kann.
Gibt es keine Achse, entsteht ein einfaches Produkt mit Preis und SKU direkt am Produkt. Die SKU steht bewusst entweder am einfachen Produkt oder an den Varianten, nie an beidem — in WooCommerce darf eine SKU nur einmal im Shop vorkommen.
Zwei Arten von Varianten werden übersprungen: solche mit einer unvollständigen Merkmalskombination und solche, die dieselbe Kombination ein zweites Mal hätten. WooCommerce lehnt Dubletten ohnehin ab. Kommt nur ein Teil der Varianten durch, meldet Sellivo den Push als erfolgreich mit einem Hinweis wie „2 von 6 Varianten fehlgeschlagen“. Kommt keine einzige Variante durch, gilt der Push als fehlgeschlagen, obwohl das Produkt schon angelegt wurde — damit du weißt, dass im Shop ein unvollständiges Produkt liegt.
Erneut pushen heißt aktualisieren, nicht duplizieren
Sellivo merkt sich die WooCommerce-Produkt-ID aus dem letzten erfolgreichen Push. Beim nächsten Push wird diese ID mitgegeben, und der Adapter aktualisiert das bestehende Produkt, statt ein neues anzulegen. Ohne diese Logik hättest du nach drei Pushes dasselbe Produkt dreimal im Shop stehen.
Beim Aktualisieren eines variablen Produkts werden die vorhandenen Varianten zuerst entfernt und dann neu angelegt. Auch das ist Absicht: WooCommerce würde alte Varianten sonst einfach weiterführen, und du hättest nach einer Sortimentsänderung Größen oder Farben im Shop, die es gar nicht mehr gibt. Kann Sellivo die alten Varianten nicht löschen, wird der Push trotzdem als erfolgreich gewertet, aber mit dem Hinweis „Produkt aktualisiert, alte Varianten nicht entfernt“.
Scheitert ein Update, behält Sellivo die bekannte Produkt-ID im Protokoll. Der nächste Versuch aktualisiert also erneut und erzeugt kein zweites Produkt.
Wenn du das Produkt im Zielshop gelöscht hast
Das ist der Fall, den viele Systeme falsch machen. Sellivo geht so vor: Der Aktualisierungsversuch läuft ins Leere, WooCommerce antwortet mit „nicht gefunden“ (HTTP 404). Statt dauerhaft an dieser toten ID zu scheitern, legt Sellivo das Produkt einmalig neu an und überträgt anschließend die Varianten wie bei einem Erstpush. Du bekommst also wieder ein funktionierendes Produkt im Shop, mit einer neuen WooCommerce-ID, die ab dann für weitere Aktualisierungen verwendet wird.
Das gilt ausdrücklich nur für „nicht gefunden“. Andere Fehler — falsche Zugangsdaten, abgelaufene Rechte, Serverfehler — werden als Fehlschlag gemeldet und nicht durch eine stille Neuanlage überdeckt.
Grenzen, die du vorher kennen solltest
Weil WooCommerce als Zusatzkanal gebaut ist, gibt es einige Dinge hier nicht, die es für Shopify gibt. Es gibt keinen Preis- und Bestands-Sync: Der tägliche Abgleich mit der Quellseite schreibt Preisänderungen ausschließlich nach Shopify. Ändert sich dein Einkaufspreis, passt du das Produkt in Sellivo an und pushst es erneut nach WooCommerce.
Es gibt außerdem kein Qualitäts-Gate. Anders als beim Shopify-Push prüft Sellivo vor dem WooCommerce-Push nicht, ob die Qualitätsprüfung bestanden wurde. Führe sie vorher selbst aus, wenn dir das wichtig ist.
Nicht übertragen werden Lagerbestände, Kategoriezuordnung und Schlagwörter — die pflegst du in WooCommerce. Ebenfalls außen vor bleiben Vergleichspreis und GTIN, also Streichpreise und Barcodes, sowie die Metafelder mit Quell-URL und Compliance-Werten, die beim Shopify-Push mitgehen. Katalogschutz und CSV-Export gibt es für diesen Kanal nicht.
Pro Sellivo-Shop kannst du genau einen WooCommerce-Store hinterlegen. Trennst du die Verbindung, wird sie auf „getrennt“ gesetzt und weitere Pushes werden blockiert. Deine bereits übertragenen Produkte bleiben in WooCommerce unangetastet.
| Sellivo-Feld | WooCommerce-Feld | Hinweis |
|---|---|---|
| Titel | name | Wird immer übertragen. |
| Beschreibung (HTML) | description | Die Formatierung bleibt erhalten. |
| SEO-Beschreibung | short_description | Erscheint in WooCommerce als Kurzbeschreibung. |
| Preis | regular_price | Nur bei einfachen Produkten; beim variablen Produkt steht der Preis an der Variante. |
| SKU | sku | Entweder am einfachen Produkt oder an den Varianten, nie an beidem. |
| Bilder | images (Quelle und Alt-Text) | Nur öffentlich erreichbare URLs; freigegebene KI-Bilder über /api/media/<id>. |
| Variantenoptionen | attributes | Nur Optionen mit mehr als einem Wert werden zur Variationsachse. |
| Bestand, Kategorien, Tags | — | Werden nicht übertragen; pflegst du in WooCommerce. |
| Vergleichspreis und GTIN | — | Streichpreise und Barcodes gehen nicht mit. |
| Metafelder (Quell-URL, Compliance) | — | Nur beim Shopify-Push, nicht bei WooCommerce. |
Der Produktstatus ist beim WooCommerce-Push immer „veröffentlicht“ — einen Entwurfsmodus gibt es für diesen Kanal derzeit nicht.
FAQ
Brauche ich ein zusätzliches Plugin für WooCommerce?
Nein. Sellivo nutzt die REST-API, die in WooCommerce bereits enthalten ist. Du erzeugst dort nur einen Schlüssel unter WooCommerce → Einstellungen → Erweitert → REST-API und trägst Consumer-Key und Consumer-Secret in Sellivo ein.
Warum wird meine Store-URL abgelehnt?
Die URL muss mit https:// beginnen — über http gingen die Zugangsdaten als Basic-Auth im Klartext mit. Außerdem prüft Sellivo, ob die Adresse öffentlich erreichbar ist; interne oder lokale Adressen werden abgewiesen. Der dritte häufige Grund ist ein Schlüssel mit reiner Leseberechtigung statt Lesen/Schreiben.
Entsteht bei jedem Push ein neues Produkt im Shop?
Nein. Sellivo merkt sich die WooCommerce-Produkt-ID aus dem letzten erfolgreichen Push und aktualisiert damit das bestehende Produkt. Hast du es in WooCommerce gelöscht, erkennt Sellivo das an der Antwort „nicht gefunden“ und legt es einmalig neu an.
Werden Lagerbestände und Preise laufend synchronisiert?
Nein. Der tägliche Abgleich mit der Quellseite schreibt Preisänderungen ausschließlich nach Shopify, und Lagerbestände überträgt der WooCommerce-Kanal gar nicht. Änderst du etwas, passt du das Produkt in Sellivo an und pushst erneut.
Kommen Farb- und Größenvarianten mit in den Shop?
Ja. Hat dein Produkt mindestens eine Option mit mehreren Werten, legt Sellivo es als variables Produkt an und trägt die Varianten in einem zweiten Schritt nach — jede mit Preis und SKU. Optionen, die für alle Varianten denselben Wert haben, werden bewusst nicht zur Variantenachse gemacht.
Kann ich mehrere WooCommerce-Shops verbinden?
Pro Sellivo-Shop kannst du genau einen WooCommerce-Store hinterlegen. Trennst du die Verbindung, werden weitere Pushes blockiert; die bereits übertragenen Produkte bleiben in WooCommerce unangetastet.
Werden meine KI-Bilder mit übertragen?
Freigegebene KI-Bilder ja, unbestätigte Entwürfe nicht. Da WooCommerce Bilder selbst per URL herunterlädt, stellt Sellivo KI-Bilder über eine öffentliche Adresse der Form https://www.sellivo.app/api/media/<id> bereit.
Vom Produktlink direkt in deinen WooCommerce-Shop
Store-URL, Consumer-Key und Consumer-Secret einmal hinterlegen — danach geht jedes Produkt per Klick raus, mit Bildern und Varianten.
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